Die Solitärversion
von Martina Hellmich
Was macht man, wenn man mal keinen Partner für das Kartenspiel hat? Nun, entweder setzt
man sich an den PC und spielt gegen diesen oder man spielt diese Solitär-Variante des
Kartenspiels.
Fundort:
Brettspielvarianten von Godwin Solcher
1. Material
- 1 Grundspiel
- 2 Würfel
- 20 Chips (Marker)
- Papier und Stift (gegnerische Handelspunkte, Anzahl Spielrunden)
2. Vorbereitung
-
Es wird nur 1 Fürstentum benötigt (2tes bleibt in der Schachtel).
-
Die Ritter werden aussortiert. 4 Karten (5 wer es schwieriger mag) werden als Extra-Stapel
beiseite gelegt, die restlichen Ritter werden wieder unter die Aktionskarten gemischt.
-
Aussortiert, da ohne Gegner unsinnig, werden die gelben Aktionskarten "Kräuterhexe" und
"Bischof".
-
Folgende gelbe Aktionskarten erhalten eine neue Bedeutung:
- Schwarzer Ritter
Bei einer "6" muss eine eigene Ritterkarte per Zufall entfernt werden. Hierzu nummeriert man
in Gedanken die Ritterkarten und erwürfelt die zu entfernende Karte. Bei einer "1-5" passiert
nichts.
- Feuerteufel
Wird diese Karte gezogen, muss sie auch sofort ausgespielt werden. Bei einer "6" bleiben die
eigenen Gebäude verschont. Bei einer "1-5" muss ein eigenes Gebäude per Zufall (s.o.) entfernt
werden.
- Spion
Es darf unter einen der 5 Aktionskartenstapel gesehen werden, der zu erwürfeln ist. Bei
einer "6" darf ein beliebiger Aktionskartenstapel auswählt werden.
- Raubzug
Entspricht dem Würfelsymbol "Ertragreiches Jahr", beschert also einen beliebigen Rohstoff.
- Händler
Rohstoff-Zwangstausch: 2 beliebige Rohstoffe gegen einen beliebigen anderen eintauschen.
3. Grösste Handelsmacht
Wird das Handelssymbol (Mühle) gewürfelt, kommt es zu einer Auswertung:
-
Auswertung:
-
Hat der Spieler den Mühlestein, darf er sich einen beliebigen Rohstoff nehmen.
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Hat der "Gegner" ihn (da mehr Chips ausliegen, als der Spieler Handelspunkte hat), muss
er einen per Zufall gewählten Rohstoff abgeben. Hierzu wird eine 1-6 gewürfelt und eines
der Rohstoff-Felder mit der entsprechenden Zahl um einen Rohstoff heruntergedreht. Ist dabei
z.B. die 4 nicht vorhanden, gilt die 5 usw. Nach der 6 folgt die 1.
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Bei einem Gleichstand von Chips und Handelspunkten passiert nichts.
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Es wird ein Chip zur Seite gelegt, der die Handelspunkte des Gegners symbolisiert.
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Auswertung:
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Hat der Spieler mehr Handelspunkte als Chips ausliegen, erhält er den Mühlestein.
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Liegen mehr Chips aus als der Spieler Handelspunkte hat, erhält der "Gegner" den Mühlestein.
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Bei einem Gleichstand von Chips und Handelspunkten ist der Mühlestein neutral.
4. Grösste Rittermacht
-
Die Auswertung erfolgt wie gewohnt.
-
Es wird für den "Gegner" eine neue Ritterkarte aufgedeckt; sind schon 4 (bzw. 5) Karten
aufgedeckt, passiert nichts.
Wird die gelbe Aktionskarte "Schwarzer Ritter" aufgedeckt, wählt der Spieler eine
gegnerische Ritterkarte aus, die wieder unter den gegnerischen Ritterstapel kommt.
5. Ziel
Um dieses Spiel gewinnen zu können, muss man es öfter spielen, so dass man sich jedes Mal
neu mit weniger Spielrunden unterbieten kann. Für den Anfang gilt: Es kann sich jeder als
Sieger fühlen, der in weniger als 35 Spielrunden 12 Siegpunkte erreicht.
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