Sicherlich fragt ihr euch, wie man die Vielzahl der angebotenen Karten denn am besten und ohne zu großen Aufwand basteln kann. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Lösungen, die wir euch im Folgenden vorstellen wollen. Allerdings sind alle uns bekannten Lösungen relativ aufwändig, um die Arbeit kommt man leider nicht herum. Zum Drucken empfiehlt es sich übrigens, die einzelnen Karten in ein Grafikprogramm zu importieren, mit dem man mehrere Karten auf einer Seite anordnen kann (z.B. CorelDraw o.ä.).
Möglichkeit 1:
Man kauft sich Klebeetiketten in Din A4 Größe (z.B. von Zweckform, 25 Stück kosten
ca. 20,-DM) und druckt auf jedes Blatt 12 Karten. Dazu müssen die Karten sich leicht
überlappen, aber die Aktionskarten kann man ruhig da abschneiden, wo der Rahmen aufhört.
Dann werden die Etiketten auf Originalkarten aufgeklebt. Wenn man eine Karte nicht mehr
mag (oder sich einen besseren Drucker gekauft hat und alles nochmal drucken will), kann
man die Etiketten sehr leicht wieder abziehen und neue Etiketten aufkleben. Beim Spiel
halten die Etiketten sehr gut und die Karten werden nicht zu dick dabei.
Möglichkeit 2:
Man druckt die Karten einfach auf Normalpapier, 6 Karten pro Seite. Die grob ausgeschnittenen
Karten klebt man dann mit Sprühkleber auf die Originalkarten und schneidet sie anschließend
nach. Für gute Ergebnisse sollte man allerdings ein paar Mark mehr in den Kleber
investieren (z.B. 3M Posterkleber, 28,-DM), der dafür aber auch für weit über 100
Karten reicht. Die Karten halten gut und lassen sich im Zweifel einigermaßen leicht wieder
abziehen. Auch hier werden die Karten nur unwesentlich dicker und fallen im Spiel praktisch
nicht auf.
Möglichkeit 3:
Zuerst werden die Karten auf Zeichenpapier (etwas dickeres Papier) gedruckt und dann
die Kartenrückseiten (die man sich ggf. einscannen muss) auf ein anderes Blatt. Diese
beiden Hälften werden dann zusammengeklebt und beide Seiten mit selbstklebender Folie
überzogen. Anschließend müssen die Karten ausgeschnitten werden.
Natürlich sieht man, daß es sich um inoffizielle Karten handelt, aber dafür muss man
keine Originalkarten überkleben. Die Folie ist nur dazu da, das ganze stabiler und
etwas unempfindlicher zu machen.
Möglichkeit 4:
Die Karten werden per Farbdrucker so ausgedruckt, dass sie ca. 5-10% kleiner sind als
die Orginalkarten. Evtl. muss man ein paar Testausdrucke machen. Man bekommt damit 8
Karten auf eine DIN-A4 Seite. Zusätzlich braucht man transparente selbstklebende Folie
und Originalkarten. Die ausgedruckten Karten werden mit der bedruckten Seite auf die
klebende Seite der Folie gebracht. Dann wird die Originalkarte mit Prittstift eingeschmiert
und ebenso die Rückseite (unbedruckt) der aufgeklebten ausgedruckten Karten. Dann klebt man
die Originalkarten auf die ausgedruckten Karten. Dadurch erhält man eine Originalkarte,
auf der eine verkleinerte Version der gedruckten Karte klebt. Damit die Farbetinte nicht
verschmiert, klebt man die Folie drüber. Es ist wichtig, dass die Karten verkleinert
aufgeklebt sind, weil dadurch die Folie ein bisschen überlappt und sich die Karten gut
mischen lassen. Im Spiel fallen die Karten überhaupt nicht auf. Nur beim Anfassen merkt man,
dass sie geringfügig dicker sind.
Noch ein Tipp: Man bastelt die Karten am besten nach dem Fließband-Prinzip.
Man fixiert die ganze transparente Folie auf einem grossen Tisch und klebt dann in
einem Schachbrettmuster die Karten auf. Dann mit dem Prittstift einschmieren und die
Originalkarten aufkleben. Erst danach anfangen auszuschneiden, und den harten Karton der
Originalkarten als Führungsschiene beim Schneiden benutzen. Man bekommt Karten, deren Rand
genauso glatt ist wie das Original.
Mit dem Kleber auf den Originalkarte sollte man vorsichtig sein, nicht bis zum Rand
auftragen, weil sonst die selbstklebende Folie evtl. nicht mehr hält.
Möglichkeit 5:
Man druckt die Vorderseiten auf DIN A4 Klebeetiketten. Anschliessend klebt man die
Orginalkarten oder noch besser Farbkopien davon auf die Klebefolie. Das ganze laminiert
man mit der dünnsten erhältlichen Laminierfolie. Anschliessend kann man die Karten mit
Schere oder mit einem Cutter ausschneiden. Die Karten sind so sehr beständig und stehen
den Orginalkarten in nichts nach. Nimmt man Farbkopien der Orginalkarten, so werden
die gebastelten Karten sogar in der Dicke fast genau gleich wie die Orginalkarten.
Möglichkeit 6:
Man kauft sich schweres weißes Papier, mindestens 160 g/cm², besser noch 180 g/m².
Zusätzlich braucht man noch transparente (Bücher-)Klebefolie. Da sollte man eine Marke
nehmen, die man ggf. später nachkaufen kann, sonst fühlt oder sieht man später
möglicherweise Unterschiede. Mit einem Grafikprogramm positioniert man die Vor- und
Rückseiten der Karten genau so, dass sie beim Ausdrucken deckungsgleich liegen.
Das sieht man gut, wenn man das bedruckte Blatt vor eine Lampe hält. Mit einem guten
Grafikprogramm kann man sich auch an den Stellen Hilfslinien machen, dann braucht man
nur die Grafiken an der stelle tauschen und muss nicht neu "justieren". Bedruckt werden
die Seiten je nach Drucker mit 6 oder 8 Karten. Beim Ausschneiden kann man das Überpapier,
die unbedruckten Ränder, weggschneiden. Die ausgeschnittenen Karten klebt man auf die
transparente Klebefolie, die schon "auf dem Rücken liegend" vorbereitet sein sollte.
Wenn man geübt ist, kann man das ganz noch einmal zur Folie hin kicken , um auch die andere
Seite in Folie zu haben, oder man schneidet eben an der Folie lang und legt die Karten
dann noch mal mit der anderen, unbeklebten Seite auf die Folie.
Jetzt kommt die Feinarbeit mit der Schere. Am besten schneidet man die Karten
nach den Linien auf der Rückseite aus, damit die Rückseiten alle gleich
aussehen, falls die Vorder- und Rückseiten mal nicht ganz so gut übereinander
liegen. Die Karten ähneln dann schon recht gut den Originalen vom Aussehen und
von der Stärke, aber als selbstgemacht erkennt man sie natürlich immer noch.
Möglichkeit 7:
Ich habe noch Lochkarten aus alten Zeiten der Datenerfassung. Diese sind aus
dünnem, aber sehr strapazierfähigem Karton gefertigt. Die Karten habe ich
einschließlich Rückseite auf einem Farblaserdrucker gedruckt und mit dem schon
erwähnten Pritt-Stift auf den Lochkartenkarton aufgezogen. Das Ergebnis entspricht
in der Kartendicke den Originalkarten. Etwas Mühe macht lediglich das Abrunden der
Ecken.
Möglichkeit 8:
Ich verkleinere die Karten auf eine Kantenlänge von 6,5 cm. Dann gehen 12
Karten ohne Zwischenraum auf eine DIN A 4 Seite normales Papier. Die Rückseiten der Karten
werden auf die Rückseite gedruckt. Danach werden die Karten ausgeschnitten und
laminiert, dann nochmals ausgeschnitten. Durch die geringe Verkleinerung
und das Laminieren haben die Karten dann die Orginaldicke und -größe.
Noch ein Tipp:
Die Wischfestigkeit mittels Tintenstrahldrucker bedruckter Siedlerkarten
kann durch das Besprühen mit Haarspray (...natürlich das aus der Werbung. München: 30 Grad...)
erheblich erhöht werden. Als netter Nebeneffekt dieser Aktion wird außerdem die Farbintensität
der Karten verbessert.
Wenn ihr dazu noch weitere neue Vorschläge habt, schickt uns bitte einfach eine Mail.
Woher bekommt man Karten:
Wenn man nur einige Karten basteln möchte, bestellt man sich bei KOSMOS Blankokarten
(Rückumschlag mit 3,- DM frankieren, solange Vorrat reicht).
Wer allerdings viele Karten oder ganze
Themensets basteln möchte und vor allem
auch Ereigniskarten mit der richtigen Rückseite haben will, kauft sich am besten ein
zweites (und später auch drittes...) Grundspiel. Dies ist auf Dauer dir günstigste Lösung
an Karten zum Basteln zu kommen. Mit allen hier veröffentlichten Sets verbraucht man schon
alle Karten mehrerer Grundspiele.