Tipps zum Basteln

Sicherlich fragt ihr euch, wie man die Vielzahl der angebotenen Karten denn am besten und ohne zu großen Aufwand basteln kann. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Lösungen, die wir euch im Folgenden vorstellen wollen. Allerdings sind alle uns bekannten Lösungen relativ aufwändig, um die Arbeit kommt man leider nicht herum. Zum Drucken empfiehlt es sich übrigens, die einzelnen Karten in ein Grafikprogramm zu importieren, mit dem man mehrere Karten auf einer Seite anordnen kann (z.B. CorelDraw o.ä.).

Möglichkeit 1:
Man kauft sich Klebeetiketten in Din A4 Größe (z.B. von Zweckform, 25 Stück kosten ca. 20,-DM) und druckt auf jedes Blatt 12 Karten. Dazu müssen die Karten sich leicht überlappen, aber die Aktionskarten kann man ruhig da abschneiden, wo der Rahmen aufhört. Dann werden die Etiketten auf Originalkarten aufgeklebt. Wenn man eine Karte nicht mehr mag (oder sich einen besseren Drucker gekauft hat und alles nochmal drucken will), kann man die Etiketten sehr leicht wieder abziehen und neue Etiketten aufkleben. Beim Spiel halten die Etiketten sehr gut und die Karten werden nicht zu dick dabei.

(Stephan Leinhäuser)

Möglichkeit 2:
Man druckt die Karten einfach auf Normalpapier, 6 Karten pro Seite. Die grob ausgeschnittenen Karten klebt man dann mit Sprühkleber auf die Originalkarten und schneidet sie anschließend nach. Für gute Ergebnisse sollte man allerdings ein paar Mark mehr in den Kleber investieren (z.B. 3M Posterkleber, 28,-DM), der dafür aber auch für weit über 100 Karten reicht. Die Karten halten gut und lassen sich im Zweifel einigermaßen leicht wieder abziehen. Auch hier werden die Karten nur unwesentlich dicker und fallen im Spiel praktisch nicht auf.

(Thomas Schmidt-Uhlig)

Möglichkeit 3:
Zuerst werden die Karten auf Zeichenpapier (etwas dickeres Papier) gedruckt und dann die Kartenrückseiten (die man sich ggf. einscannen muss) auf ein anderes Blatt. Diese beiden Hälften werden dann zusammengeklebt und beide Seiten mit selbstklebender Folie überzogen. Anschließend müssen die Karten ausgeschnitten werden.
Natürlich sieht man, daß es sich um inoffizielle Karten handelt, aber dafür muss man keine Originalkarten überkleben. Die Folie ist nur dazu da, das ganze stabiler und etwas unempfindlicher zu machen.

(Nadine Czaika)

Möglichkeit 4:
Die Karten werden per Farbdrucker so ausgedruckt, dass sie ca. 5-10% kleiner sind als die Orginalkarten. Evtl. muss man ein paar Testausdrucke machen. Man bekommt damit 8 Karten auf eine DIN-A4 Seite. Zusätzlich braucht man transparente selbstklebende Folie und Originalkarten. Die ausgedruckten Karten werden mit der bedruckten Seite auf die klebende Seite der Folie gebracht. Dann wird die Originalkarte mit Prittstift eingeschmiert und ebenso die Rückseite (unbedruckt) der aufgeklebten ausgedruckten Karten. Dann klebt man die Originalkarten auf die ausgedruckten Karten. Dadurch erhält man eine Originalkarte, auf der eine verkleinerte Version der gedruckten Karte klebt. Damit die Farbetinte nicht verschmiert, klebt man die Folie drüber. Es ist wichtig, dass die Karten verkleinert aufgeklebt sind, weil dadurch die Folie ein bisschen überlappt und sich die Karten gut mischen lassen. Im Spiel fallen die Karten überhaupt nicht auf. Nur beim Anfassen merkt man, dass sie geringfügig dicker sind.
Noch ein Tipp: Man bastelt die Karten am besten nach dem Fließband-Prinzip. Man fixiert die ganze transparente Folie auf einem grossen Tisch und klebt dann in einem Schachbrettmuster die Karten auf. Dann mit dem Prittstift einschmieren und die Originalkarten aufkleben. Erst danach anfangen auszuschneiden, und den harten Karton der Originalkarten als Führungsschiene beim Schneiden benutzen. Man bekommt Karten, deren Rand genauso glatt ist wie das Original.
Mit dem Kleber auf den Originalkarte sollte man vorsichtig sein, nicht bis zum Rand auftragen, weil sonst die selbstklebende Folie evtl. nicht mehr hält.

(Klaus Rosanowski)

Möglichkeit 5:
Man druckt die Vorderseiten auf DIN A4 Klebeetiketten. Anschliessend klebt man die Orginalkarten oder noch besser Farbkopien davon auf die Klebefolie. Das ganze laminiert man mit der dünnsten erhältlichen Laminierfolie. Anschliessend kann man die Karten mit Schere oder mit einem Cutter ausschneiden. Die Karten sind so sehr beständig und stehen den Orginalkarten in nichts nach. Nimmt man Farbkopien der Orginalkarten, so werden die gebastelten Karten sogar in der Dicke fast genau gleich wie die Orginalkarten.

(Florian Müller)

Möglichkeit 6:
Man kauft sich schweres weißes Papier, mindestens 160 g/cm², besser noch 180 g/m². Zusätzlich braucht man noch transparente (Bücher-)Klebefolie. Da sollte man eine Marke nehmen, die man ggf. später nachkaufen kann, sonst fühlt oder sieht man später möglicherweise Unterschiede. Mit einem Grafikprogramm positioniert man die Vor- und Rückseiten der Karten genau so, dass sie beim Ausdrucken deckungsgleich liegen. Das sieht man gut, wenn man das bedruckte Blatt vor eine Lampe hält. Mit einem guten Grafikprogramm kann man sich auch an den Stellen Hilfslinien machen, dann braucht man nur die Grafiken an der stelle tauschen und muss nicht neu "justieren". Bedruckt werden die Seiten je nach Drucker mit 6 oder 8 Karten. Beim Ausschneiden kann man das Überpapier, die unbedruckten Ränder, weggschneiden. Die ausgeschnittenen Karten klebt man auf die transparente Klebefolie, die schon "auf dem Rücken liegend" vorbereitet sein sollte. Wenn man geübt ist, kann man das ganz noch einmal zur Folie hin kicken , um auch die andere Seite in Folie zu haben, oder man schneidet eben an der Folie lang und legt die Karten dann noch mal mit der anderen, unbeklebten Seite auf die Folie. Jetzt kommt die Feinarbeit mit der Schere. Am besten schneidet man die Karten nach den Linien auf der Rückseite aus, damit die Rückseiten alle gleich aussehen, falls die Vorder- und Rückseiten mal nicht ganz so gut übereinander liegen. Die Karten ähneln dann schon recht gut den Originalen vom Aussehen und von der Stärke, aber als selbstgemacht erkennt man sie natürlich immer noch.

(Karsten Müller)

Möglichkeit 7:
Ich habe noch Lochkarten aus alten Zeiten der Datenerfassung. Diese sind aus dünnem, aber sehr strapazierfähigem Karton gefertigt. Die Karten habe ich einschließlich Rückseite auf einem Farblaserdrucker gedruckt und mit dem schon erwähnten Pritt-Stift auf den Lochkartenkarton aufgezogen. Das Ergebnis entspricht in der Kartendicke den Originalkarten. Etwas Mühe macht lediglich das Abrunden der Ecken.

(Andreas Koven)

Möglichkeit 8:
Ich verkleinere die Karten auf eine Kantenlänge von 6,5 cm. Dann gehen 12 Karten ohne Zwischenraum auf eine DIN A 4 Seite normales Papier. Die Rückseiten der Karten werden auf die Rückseite gedruckt. Danach werden die Karten ausgeschnitten und laminiert, dann nochmals ausgeschnitten. Durch die geringe Verkleinerung und das Laminieren haben die Karten dann die Orginaldicke und -größe.

(Silke Brecht)

Noch ein Tipp:
Die Wischfestigkeit mittels Tintenstrahldrucker bedruckter Siedlerkarten kann durch das Besprühen mit Haarspray (...natürlich das aus der Werbung. München: 30 Grad...) erheblich erhöht werden. Als netter Nebeneffekt dieser Aktion wird außerdem die Farbintensität der Karten verbessert.

(Reiner Belz)

Wenn ihr dazu noch weitere neue Vorschläge habt, schickt uns bitte einfach eine Mail.

Woher bekommt man Karten:
Wenn man nur einige Karten basteln möchte, bestellt man sich bei KOSMOS Blankokarten (Rückumschlag mit 3,- DM frankieren, solange Vorrat reicht).
Wer allerdings viele Karten oder ganze Themensets basteln möchte und vor allem auch Ereigniskarten mit der richtigen Rückseite haben will, kauft sich am besten ein zweites (und später auch drittes...) Grundspiel. Dies ist auf Dauer dir günstigste Lösung an Karten zum Basteln zu kommen. Mit allen hier veröffentlichten Sets verbraucht man schon alle Karten mehrerer Grundspiele.

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